Auf dem Weg zu einer besseren Welt

Ein Verzicht auf Massentierhaltung würde nicht nur einen großen Fortschritt in der Tierhaltung bedeuten, sondern auch viele daraus resultierende Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel beseitigen. 99 % weniger landwirtschaftliche Flächen und 96 % weniger Wasser würden benötigt, 96 % weniger Treibhausgase entstünden. Der stark zunehmende Fleischbedarf für die wachsende Weltbevölkerung könnte problemlos gedeckt werden.

Benötigt ein konventionelles Steak auf seinem Produktionsweg ab der Kälberaufzucht ungefähr 2 Jahre, um auf dem Teller zu landen, ist das künstlich hergestellte Steak nach etwa 3 Wochen fertig. Auch für die Gesundheit soll In-vitro-Fleisch ein Vorteil sein, enthält es doch keine chemischen oder biologischen Verunreinigungen wie Antibiotika, Wachstumshormone oder Bakterien.

Und was gibt es Neues?

Immer mehr Start-ups entstehen und immer mehr große Unternehmen und private Investoren setzen sich für die Entwicklung von In-vitro-Fleisch ein, um die Produkte zur Marktreife zu bringen. Jeder möchte der Erste in den Regalen der Supermärkte und auf den Tellern der Restaurants sein. Wesentliche Ziele sind dabei weiterhin, den Geschmack zu optimieren, die Produktionskosten zu reduzieren, die Produktion im großen Rahmen zu ermöglichen und letztendlich die Genehmigung zum Verkauf zu bekommen.

Dem Unternehmen Mosa Meat, das 2013 den ersten Burger aus Laborfleisch präsentiert hat, ist ein entscheidender Schritt in der Herstellung von In-vitro-Fleisch gelungen. So wird die für das Zellwachstum benötigte Nährlösung mittlerweile ohne tierische Bestandteile hergestellt. Auch wenn aktuell noch kein Markt für künstlich hergestelltes Fleisch besteht, wird prognostiziert, dass der Umsatz 2040 höher liegt als der Umsatz mit pflanzlich basierten Fleischersatzprodukten. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

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*Quellen: aleph-farms.com, idtechex.com, mosameat.com, statista.de
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