Bei INNOGRASS bekommt „Ins Gras beißen“ eine neue Bedeutung

Denn das dänische National Food Institute erforscht nachhaltige Lösungen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit. Ein Forschungsbereich ist das zukunftsweisende Projekt INNOGRASS, mit dem das im Gras enthaltene Protein für den Menschen nutzbar gemacht werden soll.

Bei den ersten Forschungsergebnissen ist es den Forschern gelungen, aus sogenanntem Weidelgras eine Zutat zu entwickeln, die eine vergleichbare Proteinwertigkeit wie Soja, Ei und Molke aufweist. Was damit allein schon unter dem Aspekt der Ernährungsphysiologie interessant ist, wird in Bezug auf Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit noch spannender: So dürfte Gras einen signifikant geringeren Einfluss auf Umwelt und Klima als tierische Produkte und auch Soja & Co. haben.

Ein bisschen wird es noch dauern, bis wir das erste Produkt auf Basis von Weidelgras genießen dürfen – bei INNOGRASS steht im nächsten Schritt die offizielle Zulassung als Novel Food durch die EFSA aus.

Algen als Rohstoffquelle für die wachsende Weltbevölkerung

Da weltweit unsere Anbauflächen endlich sind, wird auch daran geforscht, welche zusätzlichen Möglichkeiten bestehen, um Nahrung für eine stetig wachsende Weltbevölkerung sicherzustellen. Dies führt dazu, dass vermehrt Optionen nicht nur an Land, sondern auch unter der Meeresoberfläche geprüft werden. So werden auch Algen in verschiedenen Forschungsprojekten genauer unter die Lupe genommen. Was uns bislang eher als Zutat in vorwiegend asiatischen Speisen bekannt ist (z.B. Nori, Wakame, Queller), soll nun im großen Stil als marine Mikroalgen und Seetang in Algenfarmen wachsen. Ziel ist es auch hier, Menschen eine pflanzliche Rohstoffquelle mit hoher Proteindichte zugänglich zu machen.

Was macht Algen so besonders? Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ballaststoffreich sind und wertvolles Protein enthalten. Hinzu kommt, dass sie reich an den für uns essentiellen Omega-3-Fettsäuren sind. Damit könnte für uns Menschen – zumindest in der Theorie – der Verzehr von fettreichen Fischsorten zur Absicherung des Bedarfs an Omega-3-Fettsäuren sogar obsolet werden, wenn wir die direkte Quelle nutzen könnten.

Bisheriges Manko an der Meeresproduktion von Algen im großen Stil: Algen können sich mit Schwermetallen anreichern und weisen zum Teil sehr hohe Jodgehalte auf. Daraus ergeben sich weitere Forschungsprojekte rund um Algenkultivierung im Meer und an Land, bis hin zu einem Projekt vom Team ALGENPROJEKT: Hier soll der Anbau von Algen mittels eines Algen-Automaten zukünftig für den Hausgebrauch ermöglicht werden.

Was Algen sonst noch können

Nicht nur als potentielles Nahrungsmittel werden Algen immer interessanter, sie sind auch auf anderen Gebieten potentialreiche Pflanzen. Beispielsweise können Mikroalgen mittels Photosynthese Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern und umwandeln. Erste vielversprechende Forschungsprojekte haben es bereits geschafft, mit Hilfe von Salzwasseralgen Treibhausgas aus der Atmosphäre zu binden und in Öl und Carbonfasern umzuwandeln. Diese Fasern könnten ein zukünftiger Baustoff sein, mit dem Treibhausgas auch dauerhaft gespeichert bleibt.

Im kleineren Stil sind Algen als „Baustoff“ für Food schon heute relevant: So wird das „Meeresgrün“ schon heute eingesetzt, um alternative Verpackungen zu produzieren.

Unser F.P. Fazit: Allesamt ziemlich coole und vor allem zukunftsweisende Ideen und Ansätze, die es in jedem Fall lohnt, weiterzuverfolgen. Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden!

Haben wir Ihr Interesse an Produkten auf Basis pflanzlicher Proteine geweckt? Wenn Sie auf der Suche nach innovativen Strategien und Lösungen sind, dann rufen Sie uns doch einfach an!

Patrizia Stitz

02339 – 91 85 131

*Quellen:
National Food Institute
Algenprojekt    (https://www.algenprojekt.de)

Bildnachweis: Getty Images, Unsplash


		

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