[Werbung, weil Produkt/Marke genannt – aber alles selbst gekauft 😉 ]

Immer wieder versuchen neue Fleischersatzprodukte, den Markt zu erobern – einige können sich etablieren, andere stoßen auf weniger Begeisterung. Neben altbekannten Alternativen wie Tofu, Sojagranulat, Seitan oder Tempeh entdecken wir in den Supermärkten nun vermehrt Produkte auf Basis von Nüssen, Lupinen oder anderen Hülsenfrüchten. Ein Fleischersatzprodukt, das ein bisschen aus der Reihe fällt, ist die Jackfrucht. Obst als Fleischersatz? Das geht!

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Jackfrucht ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Die reife Frucht schmeckt süßlich – eben wie eine tropische Frucht nun mal schmecken sollte. Unreif jedoch zeigt sie ihr wahres Können. Ob frisch, aus der Dose, vakuumverpackt, getrocknet oder bereits zu Granulat verarbeitet – wird das feste, unreife Fruchtfleisch der Jackfrucht geschmort oder gebraten, erinnert es stark an Pulled Pork. Einen Eigengeschmack hat die Jackfrucht kaum, wodurch sie kräftig und rauchig gewürzt kaum von echtem Fleisch zu unterscheiden ist.

Produkttest: Granulat und Dosen-Jackfrucht

Für unseren F.P-Produkttest haben wir uns zwei Jackfrucht-Produkte ausgesucht: ein Jackfrucht-Granulat samt Gewürzmischung (online bestellt) und den „Klassiker“ aus der Dose aus dem Asia-Supermarkt.

Zuerst war das Granulat an der Reihe. Die fein zerteilte Jackfrucht kam mit einer Würzmischung daher, woraus wir mit passierten Tomaten eine „Bolognese-Sauce“ gekocht haben. Geschmacklich war das aber leider gar nix! Optik und Konsistenz kamen einer Bolognese zwar nahe, allerdings war das Gericht flockig, wirkte geronnen und erinnerte an Brei. Eigentlich wollten wir an dieser Stelle unseren Jackfrucht-Test schon abbrechen und das Produkt einordnen in die Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht“.

Dennoch gaben wir auch der Jackfrucht aus der Dose eine Chance. Das feste Fruchtfleisch, das ein wenig an eine Artischocke erinnert, haben wir mit einem rauchigen Rub eingerieben, kurz ziehen lassen, anschließend in der Pfanne gebraten und mit ordentlich Barbecue-Sauce verfeinert. Optisch ist ein kleines Wunder passiert. Die zuvor noch feste Frucht löste sich in ihre einzelnen Fasern auf und war somit nicht mehr von herkömmlichem Pulled Pork zu unterscheiden. Und auch geschmacklich konnte uns das Fleisch-Imitat überzeugen. Man könnte fast sagen: Wir waren begeistert! Einzig die leichte Säure – ob die jetzt von der Frucht oder der Sauce kam, können wir nicht sagen – machte den Unterschied zum richtigen Fleisch aus. In jedem Fall hieß es für die Jackfrucht aus der Dose: Daumen hoch.

Fazit:

Die Jackfrucht ist ein tolles Lebensmittel, das auch Nicht-Veggies schmeckt. Welches Produkt für einen selber am besten passt, lässt sich durch Ausprobieren herausfinden – das lohnt sich auf jeden Fall.

Weitere Infos zur Jackfrucht gibt es in unserem Beitrag „Fleischlos durchs Leben“ 

Leave a Reply