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Ernährung – die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die unseren Körper mit der nötigen Energie versorgen. Essen ernährt uns nicht nur, sondern beeinflusst auch unsere Stimmung. Wir essen, weil wir uns gut fühlen wollen. Wir essen, worauf wir Lust haben. Doch gerade das tut unserem Körper nicht immer gut. Essen ist etwas sehr Persönliches – und jeder Mensch reagiert auf bestimmte Lebensmittel anders. Doch im Dschungel zahlreicher Ernährungstrends müssen wir erst einmal die für uns beste Ernährungsform finden. Immer mehr Unternehmen und Forscher sind der Meinung, dass die Antwort auf die Frage nach der optimalen Ernährung vor allem in unserem Erbgut liegt.

Die personalisierte Ernährung grenzt sich von pauschalen „Verboten“ ab, wie man sie von klassischen Diäten wie Low Carb, Low Fat oder auch Trennkost kennt. Sie fokussiert sich eher auf individuelle Ernährungs- und Sportpläne. Dabei soll die wichtigste Information dazu in unseren Genen und unserem Mikrobiom liegen.

Konzepte zur personalisierten Ernährung

Angebote, in denen die Ernährung personalisiert wird, gibt es bereits seit Langem. Beispiele sind etwa MyMuesli. Hier kann man sich sein ganz eigenes Müsli zusammenstellen. Das Konzept „deutschlank“ teilt Menschen in drei Kategorien ein – Verbrennertyp, Speichertyp und Mischtyp. Je nach Typ sollte man auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Rezepte dazu findet man im gleichnamigen Kochbuch.

Doch immer mehr Anbieter setzen etwa auf DNA-Analysen und untersuchen Stoffwechselmarker, die als Grundlage zur Erstellung eines persönlichen Ernährungs- und Fitnessprofils dienen. Die Firma perfood mit ihrem Angebot „MillionFriends“ beispielsweise hat unter anderem auf der Messe Newtrition X in Lübeck ihr Konzept vorgestellt: Verschiedene Analysen zu Darmbakterien und Metabolom, Glucose-Messungen sowie Testmahlzeiten sollen herausfinden, wie jeder Einzelne auf bestimmte Lebensmittel reagiert. So soll für jede Person individuell ermittelt werden, welche Lebensmittel den Blutzuckerspiegel besonders schnell ansteigen und eben auch wieder abfallen lassen, was dann wiederum zu Heißhungerattacken führt. Je nachdem, wie man morgens in den Tag startet, können unterschiedliche Lebensmittel, beispielsweise Haferflocken oder Brot, deiner Darmflora guttun oder eben schneller wieder zu Heißhunger führen.

One size does not fit all

In einer Zeit, in der Konsumenten einen Overload an Angeboten, neuen Erkenntnissen und „Regeln“ für eine gesunde Ernährung vorgesetzt bekommen, scheint es umso schwerer, die für sich selbst beste Ernährung zu finden. Sind Milchprodukte nun gesund oder nicht? Darf ich abends noch Kohlenhydrate essen? Und muss ich wirklich komplett auf Fett verzichten? Doch inzwischen werden auch Eigenrecherche und Selbstdiagnosen immer leichter. Jeder kann sich in Online-Blogs, sozialen Netzwerken oder Zeitschriften über gesunde Ernährung und Diäten informieren. Jeder kann für sich persönlich entscheiden, beispielsweise kein Gluten mehr zu essen, auf Laktose zu verzichten oder nach der Paleo-Diät zu leben – auch ohne dass es ein Arzt vorgeschrieben hat oder eine Unverträglichkeit vorliegt. So wird es auch für Unternehmen und Marken immer schwerer, die Massen zu erreichen. Die Lösung? In die Nischen gehen und jeden Einzelnen ansprechen.

Während einige Wissenschaftler und Ernährungsberater weiterhin großes Potenzial in der genetischen Stoffwechselanalyse sehen, zweifeln andere daran. Genetische Einflüsse haben nur einen sehr geringen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung. Ein gesunder Lebensstil und das notwendige Kaloriendefizit spielen hier eine deutlich größere Rolle. Die Nutrigenomik forscht daher weiter an der Wechselbeziehung zwischen Erbgut und Ernährung.

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